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Apfelernte: zufriedenstellend

Apfelernte
Im Rheinland fällt die Apfelernte unterdurchschnittlich aus. Foto: dpa

Der Blick in die Bäume lässt einen Teil der Erzeuger in diesem Jahr allenfalls verhalten optimistisch auf die Apfelernte schauen. „In unseren Hauptanbauregionen hier im Westen, allen voran im Meckenheimer Land und der Grafschafter Region, haben wir generell eine Top-Basis für Apfelgenuss und beste Voraussetzungen für Früchte von hoher Qualität und mit gutem Geschmack. Schlussendlich ist jedoch das Wetter der ausschlaggebende Faktor“, berichtet Arthur Heinze, Vertriebsleiter Obst bei der Landgard Obst & Gemüse GmbH. Aufgrund kalter Nächte Ende April und Anfang Mai rechnen einige der Landgard Mitgliedsbetriebe besonders bei beliebten Sorten wie Elstar oder Jonagold mit frostgeschädigter Ware, wodurch die Erntemengen geringer ausfallen können. Zudem hat die Hitze der vergangenen Wochen die Gefahr von Sonnenbränden erhöht.

Einbußen bis zu 30 Prozent

Das bestätigt auch Erzeuger Dirk Schwichtenberg aus Rheinbach-Flerzheim. Auf seinem Kernobstbetrieb Schwichtenberg Obst baut er auf insgesamt rund 40 Hektar Fläche vor allem die Sorten Elstar, Gala und Braeburn, aber auch Pinova, Evelina, Rubinette und Wellant an. „Wir haben jetzt mit der Elstar-Ernte begonnen. Durch Blütenfrost und Sonnenbrand werden wir in diesem Jahr jedoch vor allem bei dieser Sorte rund 20 bis 30 Prozent der Ernte einbüßen“, so der Apfelerzeuger. Mit Blick in die Zukunft will der Landgard Mitgliedsbetrieb seine Apfelernte noch besser gegen widrige Witterungseinflüsse absichern und hat dazu den geschützten Anbau durch zusätzliche Hagelnetze erweitert. „Die Nachfrage insgesamt ist gut“, bestätigt Dirk Schwichtenberg. „Nun hoffen wir, dass wir zusätzliche Kosten, etwa aufgrund der besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie, mit guten Erzeugerpreisen auffangen können.“

„Generell müssen Verbraucher auch in den kommenden Monaten nicht auf ihre Lieblingsapfelsorte verzichten. Unsere Mitgliedsbetriebe werden allein im Westen auf rund 580 Hektar frische Äpfel und Birnen ernten“, beruhigt Arthur Heinze.