Konjunktur Wirtschaft

Bauwirtschaft stützt die Konjunktur

Bauwirtschaft
Neubauten sind der Motor der Bauwirtschaft. Foto: Pixabay

Die Bauwirtschaft ist und bleibt eine Stütze der Konjunktur in Deutschland. Im Jahr 2019 ist das Bauvolumen nominal um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. In diesem und im kommenden Jahre dürften die Umsätze des Baugewerbes und seiner angrenzenden Bereiche nominal um rund 6,5 Prozent beziehungsweise knapp 6 Prozent zulegen. Zu diesem Ergebnis kommen die Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zum Bauvolumen in Deutschland.

Das Wachstum der Bauwirtschaft schlägt sich wie schon in den vergangenen Jahren in steigenden Preisen nieder, die in diesem und im nächsten Jahr voraussichtlich um jeweils mehr als 3 Prozent zulegen dürften. „Dennoch wird auch das reale Bauvolumen mit 3,3 Prozent in diesem Jahr und 2,7 Prozent im kommenden deutlich dynamischer zulegen als das gesamtwirtschaftliche Wachstum“, sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen.

Mehr Neubauten

Das Wohnungsbauvolumen wird nach einem Plus von 8,8 Prozent im Jahr 2019 um rund 8 Prozent in diesem Jahr und gut 8 Prozent im Jahr 2021 steigen, prognostizieren die Studienautoren. Der Wohnungsneubau entwickelt sich den Berechnungen zufolge deutlich besser als die Bauleistungen an bestehenden Gebäuden.

Aber auch der öffentliche Bau, der zwar nur ein Fünftel so groß ist wie der Wohnungsbau, hat mit einer Steigerung von mehr als 10 Prozent im Jahr 2019 die Bauwirtschaft gestützt und wird dies nach den Berechnungen auch in den kommenden Jahren tun. Schwächer entwickelt hat sich dagegen der Wirtschaftsbau, der unter der konjunkturellen Abkühlung leidet und in diesem sowie im kommenden Jahr nominal nur um gut 4 Prozent wachsen wird.