Regional

Das Interesse für Naturwissenschaften wecken

Robert Schneider von der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Coesfeld erhält Sonderpreis.

Deutschlands Schüler hinken in den naturwissenschaftlichen Fächern ihren Altersgenossen in anderen Ländern hinterher. Das belegen immer wieder Studien. Damit möchte sich Robert Schneider nicht abfinden. „Ich finde es wichtig, das Interesse für Umwelt und Naturwissenschaft zu steigern“, sagt der Mathematik- und Physik-Lehrer an der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Coesfeld. Er setzt sich dafür ein, dass sich Schüler in eigenen Projekten mit naturwissenschaftlichen Phänomenen beschäftigen, eigene Ideen entwickeln, die sie auch umsetzen. Deswegen engagiert er sich für das landesweite Projekt „Jugend forscht“.

Preis für die Schule

Als Robert Schneider vor zweieinhalb Jahren zur Freiherr-vom-Stein-Realschule als Konrektor wechselte, hat er sich an seiner neuen Wirkungsstätte sofort um Jugend-forscht-Projekte gekümmert. Gleich im ersten Jahr nahmen fünf Gruppen mit elf Schülern der Realschule in Coesfeld wieder am Regionalwettbewerb teil. Der Einsatz hat sich gelohnt. So wurde die Schule von der IHK Nord Westfalen als Newcomer mit einem Schulpreis in Höhe von 1.000 Euro ausgezeichnet. Robert Schneider erhielt für seinen Einsatz einen Sonderpreis als Talentförderer. „Das Geld können wir gut für neue Projekte verwenden“, freut sich der Lehrer, der den Preis als Bestätigung für seine Arbeit ansieht.

Engagement der Schüler ist zentral

„Das persönliche Engagement der Schüler ist wichtig. Sie brauchen eine innere Motivation, aber auch jemanden, der sie dabei unterstützt. Das sind neben den Eltern vor allen Dingen Lehrer“, erklärt Schneider. Die Schule stellt Materialien und Räume zur Verfügung. „Oft reicht es aus, Impulse zu geben und die Schüler in die richtige Spur zu bringen“, erklärt Schneider.

Sein Engagement trägt Früchte: So konnten die Schülerinnen Theresa Sicking und Nilofar Rahmati mit ihrem Projekt im Fachbereich Chemie beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Münster im vergangenen Jahr den dritten Platz belegen. Eine tolle Auszeichnung, schließlich konkurrieren die Realschülerinnen auch mit Studenten. Die Altersgrenze liegt bei 21 Jahren.

Die beiden Schülerinnen haben sich bei ihrem Projekt mit den Möglichkeiten des Brennstoffantriebs anhand eines Modellautos beschäftigt. „Sie haben im Kleinen gezeigt, wie der Brennstoffantrieb in der Praxis auch auf den Straßen funktionieren kann“, erklärt Schneider. Auch Erik Wübbena-Mecima und Silvio Ragusa von der Freiherr-vom-Stein-Realschule wurden im vergangenen Jahr als jüngste Teilnehmer ausgezeichnet. Sie traten in der Altersklasse bis 14 Jahre in der Kategorie „Schüler experimentieren“ an.

Schule bietet den Rahmen

Die Schule bietet den Rahmen, damit die Schüler ihre Ideen verwirklichen können. Dafür gibt es eigens einen Kurs im Wahlpflichtprogramm der Realschule für die Jahrgangsstufe 9. In Gruppen von zwei bis drei Schülern werden die Projekte entwickelt. Ganz nebenbei lernen die Jugendlichen dabei auch Teamarbeit. Bei einem gemeinsamen Brainstorming überlegen die Schüler gemeinsam mit Robert Schneider, wie sie ein Projekt strukturieren und aufbauen können. Wenn es notwendig ist, stehen Lehrer auch aus anderen Fachbereichen zur Verfügung.

So wichtig gute Rahmenbedingungen sind, eines steht für Schneider fest: „Die Projekte stehen und fallen mit dem Engagement der Schüler.“ Schließlich müssen die Schüler am Wettbewerbstag ihre Idee präsentieren und vorab eine Mappe zu ihrem Projekt einreichen. Immer wieder ist Schneider überrascht, wie Schüler sich eingehend mit einem Thema über einen längeren Zeitraum beschäftigen. „Sie vergraben sich oft in ein Thema und entwickeln dann tolle Ideen.“

Kontakt zu Unternehmen

Für die Schüler ist ein Engagement bei „Jugend forscht“ auch ein Weg, um sich für das Berufsleben zu orientieren. Bei den Projekten können sie eigene Vorlieben und Leidenschaften entdecken. Wichtig ist Robert Schneider dabei auch die Kooperation mit Bertold Sommer, der den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Münster koordiniert. Schließlich arbeiten die Schulen bei „Jugend forscht“ auch mit Unternehmen zusammen. „Es gibt Unternehmen, die auch Labors für die Projekte zur Verfügung stellen, die Schulen nicht besitzen“, erklärt Schneider.

Für die Schüler ist ein Engagement bei „Jugend forscht“ auch ein Weg, um sich für das Berufsleben zu orientieren. Bei den Projekten können sie eigene Vorlieben und Leidenschaften entdecken. Wichtig ist Robert Schneider dabei auch die Kooperation mit Bertold Sommer, der den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Münster koordiniert. Schließlich arbeiten die Schulen bei „Jugend forscht“ auch mit Unternehmen zusammen. „Es gibt Unternehmen, die auch Labors für die Projekte zur Verfügung stellen, die Schulen nicht besitzen“, erklärt Schneider.

Ein Vorteil für beide Seiten: So lernen die Schüler und Unternehmen sich schon frühzeitig kennen. Nicht selten resultiert aus den Kontakten ein Praktikum oder ein Ausbildungsplatz: „Wenn Jugendliche einen guten Kontakt zu Unternehmen aufbauen und ihr Interesse unter Beweis gestellt haben, ist das eine gute Eintrittskarte fürs Berufsleben.“