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Demokratie in Szene gesetzt

Demokratie steht für Vielfalt, Meinungsfreiheit und Toleranz. Wie unterschiedlich die Vorstellungen sein können, das zeigt das Demokratieprojekt der VR-Bank Westmünsterland.

Dabei konnten Schülerinnen und Schüler ihre Ideen zum Thema Demokratie in einem Videofilm darstellen. Gewinner des Jugendwettbewerbs sind das Gymnasium Mariengarden in Borken-Burlo, die Losbergschule Stadtlohn und das Gymnasium Remigianum in Borken. Eine unabhängige Jury wählte die Preisträger aus.

Der Gesellschaftslehrekurs der Jahrgangsklasse 8 des Gymnasiums Mariengarden in Borken-Burlo beschäftigte sich mit der Frage, ob Demokratie eine Selbstverständlichkeit ist. Die Schüler begaben sich filmisch auf eine Zeitreise in verschiedene Epochen der deutschen Geschichte.

Blick zurück in die Vergangenheit

Sie befragten dafür fiktive Zeitzeugen aus dem Kaiserreich, dem Dritten Reich und der Deutschen Demokratischen Republik. Die Antwort war schnell klar: Nein, Demokratie ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Es gilt, sie jeden Tag aufs Neue zu verteidigen.

Die Schülergenossenschaft an der Losbergschule zeigt in ihrem Video, wie sie Demokratie in ihrer Schülerfirma täglich praktiziert. Die Schülerinnen und Schüler betreiben gemeinsam einen Schülerkiosk. Sie verkaufen Brötchen und Getränke an Schüler. Neben dem Vorstand kontrolliert ein Aufsichtsrat die Arbeit.

Prinzip einer Genossenschaft leben

„Wir leben das demokratische Prinzip einer Genossenschaft“, sagt Schülerin Lea, die dem Vorstand angehört. „Demokratie bedeutet für mich, dass jeder die gleichen Rechte hat.“ Der dritte Preisträger, das Gymnasium Remigianum Borken, konnte das Video wegen der Pandemie noch nicht erstellen.

Die drei besten Vorschläge wurden nicht nur mit je 500 Euro und einer Fahrt ins „Haus der Geschichte“ in Bonn belohnt, sondern auch mit der professionellen Produktion ihrer Ideen unter Anleitung des Vereins für Medienarbeit.

Jedes Gewinnerteam konnte das Video mit Hilfe der Filmprofis in drei Tagen produzieren. Von Beleuchtung über Kameratechnik, Schnitt und Vertonung lernten die Teams alle Schritte der professionellen Filmproduktion kennen.

Beteiligte haben viel gelernt

Ein Projekt, bei dem die Schülerinnen und Schüler viel gelernt haben, sagt Lehrer Michael Königs vom Gymnasium Mariengarden: „Bei der Erstellung des Drehbuchs wollten wir auch möglichst demokratisch vorgehen. Das erwies sich manchmal als zeitaufwendig, da es viele Diskussionen gab, manchmal auch als mühsam. Aber am Ende hatten wir ein Ergebnis, mit dem alle zufrieden waren.“