Studien

Entwicklung im ländlichen Raum

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Julia Klöckner und Horst Seehofer stellten den Bericht der Bundesregierung zur Entwicklung der ländlichen Räume gemeinsam vor. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Gleichwertige Lebensverhältnisse hat sich die aktuelle Bundesregierung vorgenommen und dazu eine Kommission eingesetzt. Um zu beschreiben, wie es um die Lebensverhältnisse sich in den ländlichen Regionen entwickeln, haben Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Innenminister Horst Seehofer nun den „3. Bericht Ländliche Räume“ vorgestellt. Unter anderem wird darin auf ein umfangreiches Förderkonzept mit mehr als 20 einzelnen Programmen verwiesen, von denen ländliche, strukturschwache Regionen profitieren könnten. Da geht es um Breitband- und Mobilfunkausbau, Verkehrsinfrastruktur und das Engagement im Ehrenamt. Bei gesetzlichen Vorhaben prüfe der Bund künftig mittels „Gleichwertigkeits-Check“, ob und wie die Vorhaben gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland wahren und fördern, heißt es in dem Bericht.

Aufgabe für das nächste Jahrzehnt

Gleichwohl muss der Bericht konstatieren, dass die Förderung der ländlichen Räume und das Ziel, die Lebensverhältnisse in den Städten und auf dem Land „sozial, ökonomisch und ökologisch ausgewogen“ zu gestalten, eine „Aufgabe für die kommende Dekade“ bleibt. Die Förderprogramme werden also fortgesetzt, auch EU-Fördermittel sollen fließen. Immerhin ein konkretes Ziel nennt der Bericht: „Eine flächendeckende, gigabitfähige digitale Infrastruktur soll bis 2025 erreicht sein.“ Das ist eine wichtige Voraussetzung für das Ziel der Bundesregierung, das Minister Seehofer so formulierte: „Alle Ressorts der Bundesregierung verfolgen eine aktive Strukturpolitik. Die Menschen sollen dort leben können, wo sie leben wollen. Daher bringen wir die Arbeit zu den Menschen, egal wo sie leben.