Tipps Versichern & Vorsorgen

Finanzieller Schutz bei Schweinepest

Wildschweine können die Afrikanische Schweinepest auf Hausschweine übertragen. Foto: Paul Henri/Pixabay

Für Menschen ist sie harmlos, doch für Schweine endet sie meist tödlich – und wenn dies nur durch Vorsichtsmaßnahmen geschieht. Nun ist die Afrikanische Schweinepest in Belgien nachgewiesen worden, deutsche Bauern fürchten das Übergreifen auf ihre Tiere. Das kann ihre Existenz gefährden: Sollte die Seuche auch in Deutschland ausbrechen, geht der Deutsche Bauernverband von einem finanziellen Schaden von mindestens zwei Milliarden Euro aus.

„Das A und O ist für tierhaltende Betriebe, unbedingt alle empfohlenen Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen zu befolgen“, rät Albert Ziegler, Agrar-Experte bei der R+V-Versicherung. Denn für eine Ansteckung muss es nicht einmal zu einem direkten Kontakt zwischen Wild- und Hausschweinen kommen. Illegal importiertes Fleisch, mit dem Krankheitserreger belastete Kleidung, Futtermittel oder Transportfahrzeuge reichen aus, um das Virus über große Entfernungen zu verbreiten und heimische Wild- und Hausschweinebestände zu infizieren.

Selbst ein perfektes Gesundheitsmanagement gibt dem Landwirt keinen 100-prozentigen Schutz. Zusätzliche Vorsorge bietet eine Ertragsschadenversicherung. „Aber längst nicht alle Landwirte sind entsprechend abgesichert“, stellt Ziegler fest. „Nur knapp über die Hälfte aller tierhaltenden Betriebe in Deutschland hat eine Ertragsschadenversicherung.“ Über die Leistungen der gesetzlichen Tierseuchenkasse hinaus kommt die Ertragsschadenversicherung im Seuchenfall umfassend für Ertragseinbußen auf – auch wenn die eigenen Tiere gar nicht befallen sind, der Hof jedoch im Sperrgebiet liegt und dort von amtlichen Anordnungen betroffen ist. „R+V sichert diese auch weiterhin gegen die finanziellen Risiken eines Seuchenausbruchs ab“, betont der Agrar-Experte.