Finanzen Versichern & Vorsorgen

Finanzrisiko Pflegefall

Pflege
Im Alter gut versorgt zu sein, ist leider oft auch eine Frage des Geldes. Foto: Adobe Stock

Pflegebedürftigkeit wird oft ausschließlich mit biblischem Alter, Bettlägerigkeit und großem Leiden assoziiert. Dementsprechend weit wird das Thema weggeschoben, solange es irgendwie geht. Doch das ist nicht richtig. Weniger als 20 Prozent aller Pflegebedürftigen wurden 2017 in Pflegegrad 4 oder 5 eingestuft und haben damit schwerste Beeinträchtigungen in ihrer Selbstständigkeit. Doch ein Pflegefall bedeutet immer Veränderung. Dabei hilft eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema, Unterstützung aus dem Umfeld und die entsprechende finanzielle Vorsorge, um sich das Leben im Fall der Fälle so bedarfsgerecht und einfach wie möglich gestalten zu können.

Russisches Roulette für den Geldbeutel

Menschen sind oft sehr schlecht darin, Risiken richtig einzuschätzen. Kleine Risiken werden tendenziell überschätzt, während große Risiken unterschätzt werden – besonders, wenn es sich um alltägliche Gefahren handelt. So auch beim Thema Pflege. Die unspezifische Sorge vor dem Pflegefall gehört seit Jahren zu den zehn wichtigsten Ängsten der Deutschen. Doch das Risiko, selbst einmal betroffen zu sein, wird unterschätzt und eine sinnvolle Vorsorge in die Zukunft verschoben. So haben beispielsweise erst 4 Prozent der Deutschen eine Pflege-Zusatzversicherung. Dabei wird mehr als jeder Zweite ab dem Alter von 30 Jahren im weiteren Lebensverlauf pflegebedürftig. Die Wahrscheinlichkeit beträgt bei Frauen 56 Prozent, bei Männern 74 Prozent. Familien sind mit großer Wahrscheinlichkeit betroffen, die Gesamtkosten der Pflege können schnell vier-, fünf- oder sechsstellig werden. Wer darauf vertraut, nicht pflegebedürftig zu werden, spielt russisches Roulette mit dem Familienvermögen.

Vermögensuafbau auf Raten

Im Pflegefall ist Unterstützung wichtig. Die Entscheidung wo, von wem und in welchem Umfang man sich pflegen lässt, ist höchst individuell. Egal ob Pflegeheim, ambulante Pflegekraft oder technische Unterstützung, damit Familienangehörige die Pflege leisten können – es gilt immer: Pflege kostet. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist lediglich eine Basisabsicherung. In aller Regel kommen zusätzliche finanzielle Belastungen auf die Betroffenen zu, ob für Umbaumaßnahmen im Haus oder den Heimplatz. Pflegebedürftige müssen im Bundesdurchschnitt monatlich aktuell 1.928 Euro aus eigener Tasche für einen Pflegeheimplatz zahlen. Ein Vermögen, das ältere Menschen vielleicht angespart haben oder aus Rente oder Einkommen bezahlen können, das aber sicherlich für andere Dinge verplant war. Junge Familien trifft es besonders schwer. Viele sind auch für den Verlust der Arbeitskraft nicht ausreichend abgesichert.

Die Zeit arbeitet gegen uns

Wer heute pflegebedürftig ist, hat hohe Kosten zu tragen. Nach derzeitigem Trend wird sich das Problem noch verschärfen. Zum einen gibt es derzeit zu wenig Pflegekräfte und diese verdienen nicht gut. Das soll sich in Zukunft ändern – auch zu Lasten der Beitragszahler in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Zum anderen verschärft der demografische Wandel die finanzielle Situation der gesetzlichen Pflegeversicherung. Das Verhältnis zwischen Personen ab 65 und Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren, der sogenannte Altenquotient, verschiebt sich dramatisch. Der Altenquotient spielt für unsere umlagefinanzierten Sozialsysteme eine wichtige Rolle. Er zeigt, für wie viele ältere Menschen die Personen im Erwerbsalter „sorgen“ müssen – insbesondere durch Beiträge in die Sozialversicherung. 2017 betrug der Altenquotient 36 Prozent. Nach Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes wird er 2030 bereits 49 Prozent, 2060 dann 61 Prozent betragen. Treffen diese Prognosen ein, ist in Zukunft auch mit Leistungskürzungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung zu rechnen. Private Absicherung wird dadurch immer wichtiger. Es ist empfehlenswert damit möglichst früh zu starten. Pflegebedürftigkeit wird zwar mit dem Alter immer wahrscheinlicher, doch auch viele Junge sind betroffen, zum Beispiel durch Unfall oder Krankheit. 2017 war jeder fünfte Pflegebedürftige jünger als 65 Jahre.

Pflege ist Familiensache

Unabhängig vom Alter ist Pflege nicht allein eine Angelegenheit des Betroffenen. Die Kosten und Organisation der Pflege werden fast immer von der Familie mitgetragen. Viele Pflegebedürftige wünschen sich im Pflegefall zu Hause zu bleiben. In diesem Fall gehen die Aufgaben der Familie weit über die reine Planung und Finanzierung hinaus. Vor allem Frauen kümmern sich oft gemeinsam mit einem ambulanten Pflegedienst um ihre pflegebedürftigen Eltern oder Schwiegereltern – eine Aufgabe, die oft eine extreme Belastungssituation darstellt. Sind dann noch Kinder im Haus, ist es schier unmöglich, Familie, Beruf und Pflege unter einen Hut zu bringen. Ein finanzielles Polster des Pflegebedürftigen hilft hier enorm. Damit können pflegerische Aufgaben und Alltagshilfen an Dienstleister übertragen und die gemeinsame Zeit kann besser genutzt werden.

Frühzeitig vorsorgen

Die R+V-PflegeVorsorge bietet mit drei leistungsstarken Pflegemonatsgeldtarifen und einem separaten Tarif für eine Einmalleistung eine attraktive Absicherung. Durch Dynamik, großzügige Nachversicherungsoptionen und Möglichkeiten den Vertrag in verschiedenen finanziellen Engpasssituationen ruhend zu stellen, ermöglichen die verschiedenen Tarife eine hohe Flexibilität. Als Highlight gibt es zwei besondere Pluspunkte für Familien. Nach Geburt eines Kindes kann die Beitragszahlung für bis zu 24 Monate ausgesetzt werden – bei vollem Leistungsanspruch. Außerdem verdoppelt die R+V Krankenversicherung AG die Monatsgeldleistungen für den versicherten Elternteil, solange, bis das jüngste Kind volljährig wird. Neben der finanziellen Seite, bietet R+V Krankenversicherung AG in Zusammenarbeit mit den Maltesern Hilfe und Orientierung rund um die Pflege. Das Angebot wird durch den zusätzlichen Tarif PflegeVorsorge cash abgerundet. Mit dieser optionalen Ergänzung kann eine Einmalleistung in Höhe von 4.000, 8.000 oder 12.000 Euro ab Pflegegrad 2 abgesichert werden.