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Frankfurter Volksbank: noch stärker digitalisieren

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Auch im Krisenjahr erhalten die Genossenschaftsmitglieder der Frankfurter Volksbank eine Dividende von 6 Prozent. Foto: Lennart Stock/dpa

Die Frankfurter Volksbank will ihre digitalen Angebote ausbauen. Noch im ersten Quartal des laufenden Jahres werde eine neue Online-Banking-Plattform für Firmenkunden eingeführt, kündigte Deutschlands zweitgrößte Volksbank an.

Verändertes Kundenverhalten

„Das Kundenverhalten hat sich in der Pandemie stark und vermutlich nachhaltig verändert“, bilanzierte die Vorstandsvorsitzende Eva Wunsch-Weber. Der Fokus für 2021 liege darauf, analoge und digitale Zugänge zu Bankgeschäften noch enger zu verzahnen und Kunden „einen reibungslosen Wechsel zwischen all diesen Kanälen zu ermöglichen“.

Gemeinsame Filialen mit der Taunus-Sparkasse sind eine Antwort des genossenschaftlichen Instituts mit seinen 607.000 (Vorjahr: 605.500) Kunden auf die schwindende Bedeutung von Geschäftsstellen. Im vergangenen Jahr haben die Banken 25 gemeinsame „Finanzpunkte“ eröffnet. Im März wollen die Partner über die Erfahrungen mit ihrer in dieser Form bundesweit einmaligen flächendeckenden Zusammenarbeit berichten.

Stabiler Überschuss

Sinkende Kosten für Personal – die Mitarbeiterzahl der Frankfurter Volksbank verringerte sich von 1.551 auf Personen – und Sachaufwand machten sich positiv in der Jahresbilanz 2020 bemerkbar. Dennoch lag das Betriebsergebnis nach Bewertung mit 79,5 (95,0) Millionen Euro um 16,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Da auch der Steueraufwand sank, blieb der Überschuss mit 12,6 (12,7) Millionen Euro fast stabil.

Wunsch-Weber verwies auf die stabile Basis des Instituts mit einer fast unverändert hohen Kernkapitalquote von 20,1 (20,4) Prozent: „Wir konnten unsere Substanz erneut stärken und stehen auf einem außerordentlich soliden Fundament, das uns auch in einem turbulenten Umfeld genügend Handlungsspielräume für die Zukunft bietet.“ Kernkapital ist ein Puffer für Krisenzeiten. Die knapp 245.000 Mitglieder des genossenschaftlichen Instituts erhalten erneut 6 Prozent Dividende.

20. Fusion geplant

Ihre Verwurzelung in der Rhein-Main-Region unterstreicht die Frankfurter Volksbank zudem mit der im Herbst angebahnten Fusion mit der VR-Bank im unterfränkischen Alzenau. Diese soll im laufenden Jahr abgeschlossen sein. Für das Frankfurter Institut, nach der Berliner Volksbank die größte Bank innerhalb der genossenschaftlichen Organisation, wäre es die 20. Fusion in den vergangenen drei Jahrzehnten – und die erste über die Landesgrenze Hessens hinweg. (dpa)