Genossenschaften

Fußgängerbrücke im Ahrtal eingeweiht

Mithilfe von Spenden der Genossenschaften wurde diese Brücke im Ahrtal errichtet. Foto: BVR/David Hecker

Die genossenschaftliche Hilfe für die Hochwassergebiete in NRW zeitigt handfeste Ergebnisse: Im Ahrtal wurde am Donnerstag eine provisorische Fußgängerbrücke eingeweiht, die das THW dank der Spenden der genossenschaftlichen Finanzgruppe errichten konnte.

Um den Menschen in den von der Hochwasserkatastrophe 2021 betroffenen Regionen Deutschlands unmittelbar zu helfen, stellten die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die DZ BANK Gruppe der THW-Bundesvereinigung, dem Förderverein des Technischen Hilfswerks (THW), im Juli eine Spende von 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. Einen Großteil dieser Mittel nutzt das THW für die Sofort- und Akuthilfe. Dazu gehört vor allem die Anschaffung von drei temporären Fußgänger- und Autobrücken im Ahrtal. Als erste Brücke wurde heute von Vertretern der THW-Bundesvereinigung, des THW und der genossenschaftlichen FinanzGruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bad Neuenahr-Ahrweiler eine Fußgängerbrücke eingeweiht. Kurz vor Inbetriebnahme steht dort auch eine Fahrzeugbrücke. Darüber hinaus wird eine kombinierte Fahrzeug- und Fußgängerbrücke in Liers errichtet.

„Mit den mobilen Brücken wollen wir einen Beitrag leisten, die Infrastruktur vor Ort wieder aufzubauen. Als regional verankerte Institute wollen wir unmittelbar vor Ort unterstützen“, erklärte Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), laut Mitteilung.

Marian Wendt, Präsident THW-Bundesvereinigung, sagte: „Die Folgen und Ausmaße des Starkregens im Juli sind auch heute – dreieinhalb Monate später – kaum zu fassen und werden noch lange sichtbar bleiben. Wir sind dankbar und froh, dass wir durch die Großspende der Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der DZ BANK Gruppe mit drei weiteren Behelfsbrücken im Katastrophengebiet einen wichtigen Beitrag leisten können, dass die Menschen vor Ort langsam zur Normalität zurückkehren können.“

Weitere Mittel aus der Spende der genossenschaftlichen Finanzgruppe fließen an die THW-Helfervereinigung Schleiden einschließlich des Ortsteils Gemünd, die ihre durch den Starkregen beschädigte Ausstattung neu erwerben kann. Darüber hinaus wird ein Teil der Spendengelder auch für die wichtige Aufklärungsarbeit verwendet, mit der das THW die Bevölkerung über Katastrophen, deren Früherkennung sowie Verhaltenstipps und Hilfsmaßnahmen informiert. 

Neben der Spende der Finanzgruppe gibt es eine Aktion für Mitarbeiter von Genossenschaften in den betroffenen Regionen.