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Grüne Sparangebote: Interessant, aber unübersichtlich

Nachhatliges Bauen gehört zu den wichtigen Betätigungsfeldern von Öko-Investoren. Foto: unplash

Nachhaltige Geldanlagen, die neben klassischen Kriterien wie zum Beispiel Sicherheit und Rendite auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen, werden bei deutschen Sparern immer beliebter.Knapp jeder zweite Befragte (46 Prozent) hält diese Anlageform für attraktiv. Für drei Viertel der Anleger (77 Prozent) spielt dabei das nachhaltige Handeln eine wichtigere Rolle als die Erzielung von kurzfristigen Gewinnen. Zwar erkennen Sparer allmählich, dass sie durch die Investition in nachhaltige Unternehmen Positives bewirken können, ohne Renditeeinbußen hinnehmen zu müssen. Dennoch legen nur wenige Deutsche ihre Ersparnisse entsprechend an, da ihnen das Angebot zu unübersichtlich erscheint. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Union Investment hervor.

Wachsende Zustimmung

Nachhaltige Geldanlagen haben in den letzten Jahren deutlich an Bekanntheit und Zustimmung gewonnen. Jeder zweite deutsche Sparer (49 Prozent) hat bereits von dieser Geldanlageform erfahren. Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) hält nachhaltiges Anlegen für attraktiv. Für 40 Prozent der Sparer kommt eine Anlage in nachhaltige Investmentfonds ganz sicher oder wahrscheinlich in Frage. Nur jeder Vierte (24 Prozent) lehnt ein solches Investment ab. Bemerkenswert ist, dass ökologische oder soziale Gesichtspunkte für viele Anleger bei der Geldanlage mindestens genauso wichtig sind wie der Gewinn, der am Ende herauskommt: 85 Prozent der Befragten wären bereit, zugunsten der Nachhaltigkeit weniger Gewinn in Kauf zu nehmen.

Verändertes Konsumverhalten

Nur eine kleine Minderheit (11 Prozent) zeigt sich nicht gewillt, für die Nachhaltigkeit eines Produkts auf einen Teil ihres Gewinns zu verzichten. „Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass das Thema Nachhaltigkeit längst keine Modeerscheinung mehr ist und mittlerweile auch unter deutschen Privatanlegern einen hohen Stellenwert genießt“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Die gestiegene Attraktivität von nachhaltigen Investments führt er zum einen auf das veränderte Konsumverhalten der Menschen mit bewussterer Produktauswahl zurück. Zum anderen suchten die Sparer in Zeiten niedriger Zinsen und zunehmender Unsicherheit an den Kapitalmärkten nach adäquaten Anlagealternativen. Nachhaltige Geldanlagen seien dabei eine Option.