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Hannoversche Volksbank: Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau

Hannoversche-VB
Die Hannoversche Volksbank blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Mit einem Jahresüberschuss von 13,9 Millionen Euro bilanziert die Hannoversche Volksbank auf Vorjahresniveau. „Wir haben unsere langjährigen Geschäftsbeziehungen gepflegt und uns als verlässlicher Partner unserer mittelständischen Privat- und Geschäftskunden gezeigt“, berichtet Vorstandssprecher Jürgen Wache. „Wir schreiben unsere Erfolgsgeschichte fort.“ Die Bilanzsumme der Hannoverschen Volksbank wuchs zum Stichtag 31.12.2018 um 3,7 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Die Bank gehört zu den zehn größten Volks- und Raiffeisenbanken Deutschlands.

Auf der Passivseite der Bilanz wuchsen die Kundeneinlagen um 191 Millionen Euro (+ 4,7 Prozent) auf 4,2 Milliarden Euro. Die Bilanzposition „Verbindlichkeiten gegenüber Kunden“ weist aufgrund von Rückführungen institutioneller Anleger einen geringeren Zuwachs in Höhe von 156 Millionen Euro aus. Dazu Wache: „Geldanlage basiert auf Vertrauen. Vertrauen in die Persönlichkeit des Beraters, in die Qualität der Beratung und in die Solidität der Bank. Unsere genossenschaftliche Beratung ist dafür vielfach ausgezeichnet worden.“ Aktuell wurde die Hannoversche Volksbank vom Deutschen Institut für Bankentest erneut als „Beste Bank in der Beratung von Privatkunden“ und als „Beste Bank in der Beratung von Firmenkunden“ in Niedersachsen geehrt.

Aktive Kundenbetreuung

Diese aktive Kundenbetreuung spiegelt sich in den Kundendepots wider. Die Neuanlagen (+ 99,5 Millionen Euro) der Kunden weisen eine ausgesprochen positive Entwicklung aus. Die Kursentwicklung zum Stichtag 31.12.2018 mit einem Minus von 177,8 Millionen Euro führte jedoch zu einer Reduzierung der Werte in den Depots um 78,4 Millionen Euro auf 1,7 Milliarden Euro. „Hier wirkt sich die Stichtagsbetrachtung besonders negativ aus“, erläutert Wache. „Wir gehen von wieder steigenden Kursen aus, weil die Entwicklung zu Beginn dieses Jahres in diese richtige Richtung weist.“ Die gesamten Geldanlagen, die Kunden der Bank außerhalb der Bilanz im Wertpapier- und Fondsgeschäft sowie bei Verbundpartnern der Hannoverschen Volksbank getätigt haben, wiesen zum Ende des letzten Jahres 2,2 Milliarden Euro aus.

Hohes Kreditvolumen

Die Summe der bilanziellen Einlagen und der vermittelten Gelder (Kundenwertvolumen) beträgt 6,5 Milliarden Euro. Der Bestand der herausgegebenen Kredite (Forderungen gegenüber Kunden) der Hannoverschen Volksbank nahm im Jahr 2018 um bemerkenswerte 7,9 Prozent bzw. 309 Millionen Euro zu. Der Kreditbestand wächst dadurch auf 3,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,6 Milliarden Euro).

Die traditionelle Kundschaft der Volksbank, der private und gewerbliche Mittelstand, hat stark investiert und hierfür auf die Finanzierungsangebote der Volksbank zurückgegriffen. „Wir haben im letzten Jahr Kredite mit einem Volumen von 1,1 Milliarden  Euro zugesagt“, resümiert Wache. „Unsere Kunden legen Wert auf einen verlässlichen Partner hier aus der Region.“ Darin enthalten sind auch 2.800 Baufinanzierungen mit einem Volumen von rund 475 Millionen Euro. Konsumentenkredite vermittelt die Bank innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe an die Team-Bank. Hier stieg der Bestand im Jahr 2018 um 2,5 Millionen Euro auf 87,2 Millionen Euro.

Positives Zinsergebnis

Der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Zinsüberschuss nahm gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent auf 114,7 Millionen Euro ab. „Das Wachstum des Kreditgeschäfts hat unsere Erwartungen auch im Jahr 2018 übertroffen“, betonte Wache, „und den erwarteten Rückgang des Zinsergebnisses minimiert.“ Der Provisionsüberschuss nahm um 0,9 Prozent auf 36 Millionen Euro ab. Maßgeblich für den Rückgang waren Provisionszahlungen aufgrund der geplanten Ausweitung des Baufinanzierungsvermittlungsgeschäftes, welches sich langfristig positiv auf das Zinsergebnis auswirkt.

Investitionen in IT

Der Personalaufwand betrug im letzten Jahr 58 Millionen Euro und entspricht der Planung. Der Sachaufwand (inkl. Afa) wuchs auf 37,7 Millionen Euro. Gründe sind die erhöhte Bankenabgabe, Investitionen in die IT-Infrastruktur und eine neue Telefonanlage sowie die Unterstützung der bundesweiten Digitalisierungsoffensive der Volks- und Raiffeisenbanken.

Unter diesen Rahmenbedingungen hat sich das Betriebsergebnis vor Bewertung reduziert. Es fiel mit 52,4 Millionen Euro um 6,4 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr. Dieses entspricht 0,95 Prozent der Bilanzsumme. Der Kreditbestand und die eigenen Wertpapieranlagen wurden mit der banküblichen Vorsicht bewertet. Die Wertberichtigungen aus dem Kreditgeschäft fielen bedingt durch die gute wirtschaftliche Lage wiederum außerordentlich günstig aus. Wertberichtigungsbedarf ergibt sich insbesondere aus Kursverlusten aufgrund der Marktentwicklung zum Bewertungsstichtag 31.12.2018 sowie zinsbedingten Kursveränderungen bei Wertpapieren.


Gute Basis für weiteres Wachstum

Das Eigenkapital der Bank wird aus dem guten Ergebnis weiter gestärkt und wird somit allen aufsichtsrechtlichen Anforderungen mehr als gerecht. Die Bank bewertet dieses als gute Basis für ein weiteres, kräftiges Wachstum. Aus dem Jahresüberschuss von 13,9 Millionen Euro (Vorjahr: 13,9 Millionen Euro) will die Bank wieder eine Dividende von 5,5 Prozent zahlen. Die Cost-Income-Ratio (Aufwand-Ertrag-Relation/CIR) beträgt 64,7.

Aktuell beschäftigt die Hannoversche Volksbank unverändert 903 Mitarbeiter. Mit 43 Auszubildenden zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann sowie Studenten zum Bachelor of Arts gibt die Bank vielen jungen Menschen eine berufliche Perspektive.

Die Volksbank betreibt 39 Geschäftsstellen sowie 34 SB-Center. Bundesweit können sich die Kunden der Bank an fast 20.000 Geldautomaten kostenlos mit Bargeld versorgen. Mehr als 61Prozent der Girokonten werden online geführt. Im Jahr 2018 wurde fast 3,5 Millionen Mal die VR-Banking-App für die Kontoführung genutzt, Tendenz stark steigend. Zudem bietet die Bank das kontaktlose Bezahlen auch mit einer digitalen Girocard oder Kreditkarte per Smartphone an.

Optimistischer Blick auf die Region

Für das Jahr 2019 rechnet die Bank mit einem leichten Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland. „Für den Wirtschaftsraum Hannover-Celle bin ich etwas optimistischer“, betont Wache. Der anhaltenden Niedrigzinsphase werde die Volksbank mit Kostendisziplin und Wachstum im Kreditgeschäft entgegengetreten.

Die Digitalisierungs-Offensive unter Federführung des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken sieht er als wichtige und unerlässliche Zukunftsinvestition. „Wir müssen unser Geschäftsmodell immer weiter entwickeln und unseren Mitgliedern und Kunden Mehrwerte bieten“, ist Wache überzeugt, „dann werden wir unsere fast 160-jährige Erfolgsgeschichte fortschreiben.“

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