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„Immobilienkredite sind weiterhin sehr günstig“

Ansprüche steigen: Bei neuen Immobilien legen Käufer Wert auf Energieeffizienz, eine gute Anbindung an den Nahverkehr oder auch auf schnelles Internet, betont Kirsten Mielke.

Frau Mielke, viele Menschen fragen sich, ob sie jetzt in der Coronakrise überhaupt eine Immobilie kaufen sollen?

Eine Immobilie zu kaufen ist eine Herzensangelegenheit. Für Menschen, die eine Immobilie selbst nutzen möchten, ist der Zeitpunkt immer richtig. Sie sollten sich nicht von der Coronakrise abhalten lassen. Außerdem sind Immobilienkredite weiterhin sehr günstig. Derjenige, der mit dem Gedanken spielt, Wohneigentum zu erwerben, sollte nicht zögern, denn Wohn- und Lebensqualität lassen sich mit der eigenen Immobilie steigern. Ob ein Verkaufspreis angemessen ist oder nicht, wird durch die Nachfrage gesteuert.

Sinken im Zuge der Coronakrise die Preise für Wohnimmobilien in unserer Region?

Nein, das können wir nicht beobachten. Die Kaufpreise sind in den vergangenen Wochen trotz der Pandemie konstant geblieben. Einen Rückgang können wir nicht feststellen, aber auch keine höheren Preise. Das ist unabhängig von der Lage. Grundsätzlich ist die Nachfrage trotz der Coronapandemie nicht gesunken.

Ist der Traum vom Eigenheim bei jungen Menschen nach wie vor groß?

Ja, daran hat sich wenig verändert. Eine eigene Immobilie ist für viele Familien nach wie vor ein großer Wunsch. Daher ist für uns als Immobiliengesellschaft die Entwicklung von Bauland wichtig.

Worauf achten Familien bei der Auswahl eines Grundstücks?

Das Grundstück sollte in der Nähe zu Kindergärten und Schulen gelegen sein, sowie gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sein. Auch der Zugang zu schnellem Internet, Elektroladestationen für Autos und Fahrräder, abschließbare Parkplätze für E-Bikes oder Paketstationen sind wichtig. Einen immer größeren Stellenwert nimmt die Energieeffizienz der Immobilie ein. Die meisten Bauherren wünschen sich ein Niedrigenergie- oder Nullenergiehaus aus nachhaltigen Baustoffen.

Der Trend, mit zunehmendem Alter eigenständig in der eigenen Immobilie leben zu wollen, ist ungebrochen.

Kirsten Mielke

Ändern sich eigentlich die Wohnbedürfnisse der Menschen?

Der Trend, mit zunehmendem Alter eigenständig in der eigenen Immobilie leben zu wollen, ist ungebrochen. Oftmals wächst vielen Immobilienbesitzern im Alter der Unterhalt des eigenen Hauses über den Kopf. Insbesondere wenn die Kinder aus dem Elternhaus ausgezogen sind, denken viele über den Verkauf nach. Die Menschen suchen dann pflegleichten Wohnraum in zentralen Lagen, der barrierefrei ist. Allerdings ist das Angebot sehr knapp.

Reagiert die VR-Westmünsterland Immobilien GmbH auf diesen Trend?

Ja. Unsere jüngsten Bauprojekte sind barrierefrei errichtet. Zum Beispiel das Neubauprojekt in Coesfeld an der Ecke Citadelle zum Erbdrostenweg mit insgesamt 8 Wohneinheiten oder auch das Projekt in Borken am Butenwall mit insgesamt 26 Wohneinheiten. Diese Immobilien erfreuen sich großer Beliebtheit, so dass bereits in der Planungsphase fast alle Wohnungen neue Eigentümer gefunden haben.

Wie ist die Lage bei älteren Immobilien?

Neben modernen Baugebieten verzeichnen wir ein enormes Interesse an bestehenden Wohngebäuden. Für junge Familien bieten diese Immobilien mehr Platz. Größere Wohnflächen und Grundstücke bieten den Kindern die Möglichkeit, sich auszutoben. Allerdings ist auch in diesem Bereich die Nachfrage größer als das Angebot.

Viele unserer Kunden berichten, dass sie ihre Immobilie sehr gerne im privaten Umfeld verkaufen möchten, aber die Gespräche schwierig sind.

Kirsten Mielke

Lassen sich Immobilien derzeit gut verkaufen?

Der Verkauf der eigenen Immobilie ist aufgrund der hohen Nachfrage gut möglich. Meist gibt es Interessenten bei den Nachbarn oder im Freundeskreis. Viele unserer Kunden berichten, dass sie ihre Immobilie sehr gerne im privaten Umfeld verkaufen möchten, aber die Gespräche schwierig sind. Hier bieten wir einen speziellen Abwicklungsvertrag an. Er umfasst die Verhandlung, Steuerung und Abwicklung des Kaufes. Wir erklären Käufern und Verkäufern gerne in einem persönlichen Gespräch, worum es sich dabei genau handelt. Den neuen Service kann ich jedem ans Herz legen.

Was ist mit dem Megatrend Digitalisierung, der durch die Coronakrise in vielen Branchen einen Schub erhält?

Die Digitalisierung hält auch im Immobiliensektor immer stärker Einzug. Wir bieten zum Beispiel einen Virtuellen Rundgang durch eine Immobilie an. Mit diesem Tool kann der Interessent rund um die Uhr jederzeit eine Immobilie besichtigen, ohne vor Ort sein zu müssen. Es gibt dem virtuellen Besucher die Möglichkeit, sich durch ein Gebäude frei zu bewegen und realitätsnahe Eindrücke zu erhalten. Damit lässt sich der Kreis der Interessenten für Besichtigungen vor Ort gezielt eingrenzen. Weniger Besichtigungen sind ein Vorteil für alle Beteiligten.

Schnelligkeit ist oft entscheidend

Welche Tipps geben Sie Menschen mit auf den Weg, die sich für einen Immobilienkauf interessieren?

Wer eine Immobilie sucht, sollte als erstes das Budget, das für den Kauf zur Verfügung steht, bei der Hausbank berechnen lassen. Schnelligkeit ist oft entscheidend. Insbesondere bei attraktiven Wohngebäuden in guten Lagen ist die Nachfrage oft sehr hoch, und da ist es von Vorteil gegenüber Mitbewerbern, wenn der Kaufinteressent bereits im Vorfeld seinen finanziellen Rahmen genau kennt. Ein persönliches Gespräch beim Makler vor Ort ist immer von Vorteil. Er kennt die Wünsche und Möglichkeiten des Kunden und den Markt in der Region.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.baufinanzierung-rechnen-nrw.de