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Landgard: Aktionen für Insekten

Insekten-Aktion
Am Standort Straelen-Herongen summt und brummt es um den Bienenstock. Foto: Landgard

Ab sofort summt und brummt es auf dem Firmengelände der Landgard-Zentrale in Straelen-Herongen. Pünktlich zum Start der unternehmensweiten Nachhaltigkeitswochen 2019 hat der Hobby-Imker Michael Verheyen aus Geldern einen Bienenstock in einem umzäunten Bereich an einem Wasserauffangbecken aufgestellt. Der Bienenstock hat eine besonders aufmerksamkeitsstarke Fassade im Design des Cash & Carry Zukunftsmarktes der Landgard in Herongen. Um den Bienenstock herum wurde bienenfreundlicher Lavendel gepflanzt.

Imker betreut die Landgard-Bienen

Der 42-jährige Michael Verheyen ist Vorsitzender des Imkervereins Straelen und besitzt insgesamt 24 Bienenvölker der Art Carnica. „Über den kommenden Winter hinweg wird die Bienenpopulation im Landgard-Bienenstock auf 6.000 bis 10.000 Bienen sinken. Sobald die Temperaturen dann im Frühjahr wieder konstant über 8 bis 10 Grad liegen, beginnt die Vermehrung im Bienenvolk. Bis zum Höhepunkt der Vermehrungsperiode im Juli 2020 werden es dann knapp 50.000 Bienen sein“, sagt der Hobby-Imker. Zwischen April und Ende Juli wird Verheyen wöchentlich nach Herongen kommen, um im Bienenstock nach dem Rechten zu sehen.

Bei den regelmäßigen Kontrollen geht es vor allem darum, die Vermehrung zu unterstützen und zu lenken. Dabei können auch neue Bienenvölker mit einer eigenen Königin entstehen, die dann mit Hilfe des Imkers in einen eigenen Bienenstock umziehen. Die Landgard-Bienen werden sich besonders über die blühenden Gemüsekulturen auf den benachbarten Bio-Anbauflächen von Landgard, aber auch über Rapsfelder in der Umgebung freuen, da dort das Blütenpollenangebot sehr reichhaltig ist.

Dafür entfernen sich die Bienen bis zu drei Kilometer von ihrem Bienenstock und finden sicher wieder dorthin zurück. Jedes Bienenvolk, so Verheyen, benötigt jährlich knapp 25 Kilogramm Blütenpollen für die Selbstversorgung. Erst darüber hinaus beginnt die Honigproduktion. Wenn die Bienen in der Umgebung der Landgard-Zentrale genügend Blütenpollen finden, wird der erste Landgard-Honig zwischen Ende Mai und Mitte Juni 2020 geschleudert werden können. Im Juli folgt dann, wenn alles normal läuft, eine zweite Honigernte. Laut Michael Verheyen liegt der jährliche Honigertrag eines Bienenvolkes bei knapp 20 Kilogramm.

Azubis bauen Insektenhotel

Auch die Landgard-Auszubildenden engagieren sich im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen und haben für den Schutz wichtiger Insekten am Standort Herongen gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsteam und Schülern der von Landgard unterstützten Schülergenossenschaft „The Honeybee Industries“ des Städtischen Gymnasiums Straelen zu Hammer, Stichsäge und Akkuschrauber gegriffen. Dabei ist ein großes Insektenhotel für tausende Käfer und Insekten entstanden, das rundum und auch oben drauf mit insektenfreundlichen Blumen und Stauden bepflanzt ist und bestäubenden Nützlingen so eine echte 5-Sterne-Unterkunft inklusive Schlemmerbuffet bietet. Dafür haben die Landgard Auszubildenden zwei Kisten Moos, 24 Sedum und 24 Lavendel eingepflanzt. Das Grundgerüst des Insektenhotels besteht aus Holzpaletten, die zu einem fast 2,50 Meter hohen und 2,30 Meter langen L verschraubt wurden.