Genossenschaften Wirtschaft

Landgard steigert Umsatz

Die Erzeugergenossenschaft Landgard hat ihren Umsatz im Corona-Jahr 2020 um 2,8 Prozent auf 2,069 Milliarden Euro steigern können. Davon entfielen 1,29 Milliarden Euro auf das Geschäft mit Blumen und Pflanzen, während die Sparte Obst und Gemüse 752 Millionen Euro einbrachte. Die sonstigen Unternehmensbereiche trugen mit 27 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei. Das gab Carsten Bönig, Finanzvorstand der Landgard eG, jetzt bei der Vertreterversammlung bekannt.

Trotz höherer Kosten für die Umsetzung von umfassenden Hygienekonzepten und die Durchführung erforderlicher
Restrukturierungsmaßnahmen lag das Ergebnis vor Steuern (EBT) bei 6,6 Millionen EUR. Gleichzeitig konnten die Bankverbindlichkeiten weiter stark reduziert werden. Sie verringerten sich um 30 Mio. EUR auf 113 Mio. EUR und die Nettoverschuldung sogar um 45 Mio. EUR.

Landgard mit gutem Start ins Jahr

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung setzt sich auch im laufenden Jahr fort. Das zeigen die wichtigsten Kennzahlen für
2021, die Carsten Bönig im Anschluss präsentierte. Der Umsatz der Erzeugergenossenschaft Landgard ist im ersten Quartal 2021 um 21 Prozent auf 508,5 Mio. EUR (Vorjahr 420,3 Mio. EUR) gestiegen und liegt damit auch deutlich über
den Planzahlen für das erste Quartal und der Marktentwicklung. Das Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen konnte den unkonsolidierten Umsatz im ersten Quartal 2021 um 28,6 Prozent auf 386,9 Mio. EUR (Vorjahr 300,9 Mio. EUR) steigern. Im Geschäftsfeld Obst & Gemüse stieg der unkonsolidierte Umsatz im ersten Quartal 2021 um 9,3 Prozent auf 223,6 Mio. EUR (Vorjahr 204,6 Mio. EUR) und liegt damit ebenfalls über Plan.

„Wir sind 2020 und bisher auch im laufenden Jahr gut durch die Corona-Krise gekommen – das ist keine Selbstverständlichkeit.“

Carsten Bönig, Finanzvorstand der Landgard eG

Der bisherige Verlauf der Corona-Krise hat gezeigt, dass Landgard als starke Genossenschaft selbst eine so
außergewöhnliche Herausforderung wie die Corona-Pandemie erfolgreich meistern kann. „Wir sind 2020 und bisher auch im laufenden Jahr gut durch die Corona-Krise gekommen – das ist keine Selbstverständlichkeit. Eins ist dabei ganz sicher: Ohne den engen Schulterschluss mit Mitarbeitern, Erzeugern, Kunden und den großen
Branchenverbänden wäre das nicht möglich gewesen. Gerade in Krisenzeiten erleben wir an vielen Stellen und eben auch innerhalb unserer Erzeugergenossenschaft und der Grünen Branche, wie wichtig Gemeinschaft und Solidarität sind“, so Finanzvorstand Bönig.

Landgard hat Mitte Januar und damit ein Jahr vor dem möglichen Ablauf der bisherigen Finanzierung eine langfristige
Anschlussfinanzierung abgeschlossen. Die Finanzierungsverlängerung hat eine maximale Laufzeit von fünf Jahren. Damit ist Landgard auch in dieser schwierigen Zeit der Pandemie langfristig durchfinanziert. Wichtige Voraussetzungen für die Anschlussfinanzierung waren das große Vertrauen der Banken durch das organische Wachstum der vergangenen Jahre, die strategische Ausrichtung und der enge Schulterschluss mit Mitgliedsbetrieben, strategischen Kunden und externen Partnern.

Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung in 2020 wurde der im Jahr 2020 amtierende Vorstand mit einer Ausnahme im Rahmen der virtuellen Vertreterversammlung entlastet. Die Entlastung von Labinot Elshani wurde vertagt. Die Vertreter und Vertreterinnen der Erzeugergenossenschaft entlasteten auch den Aufsichtsrat und stellten den Jahresabschluss der Landgard eG für das Geschäftsjahr 2020 fest.