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Leichte Muse hilft schweren Schicksalen

Im Einsatz für die gute Sache: Götz Alsmann (l.), Annelie Fabry von Inner Wheel und Dr. Wolfgang Baecker von der VR-Bank Westmünsterland freuten sich über den großen Zuspruch beim Benefizkonzert zugunsten von Inner Wheel und Hospizbewegung Münster.

Coesfeld. Götz Alsmann ist in der Musikwelt eine feste Größe. Weniger bekannt ist sein ehrenamtliches Engagement. Genau das brachte ihn dazu, in den Räumen der VR-Bank Westmünsterland in Coesfeld ein Benefizkonzert vor rund 180 geladenen Gästen zu geben. „Seit 21 Jahren ist Götz Alsmann Schirmherr der ambulanten Hospizbewegung in Münster und das aus tiefster Überzeugung“, stellte Dr. Wolfgang Baecker, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank, den Mann aus Münster mit der charakteristischen Haartolle und den vielen Talenten vor.

VR-Bank unterstützt die Projekte

Die Spenden des Abends kamen zur Hälfte der ambulanten Hospizbewegung Münster zugute. Die andere Hälfte der Spenden ging an das Indienprojekt des Inner Wheel Club Coesfeld. Der Leitgedanke des Frauenclubs ruht auf den Säulen Freundschaft, Hilfsbereitschaft und internationale Verständigung. Gründungsmitglied Annelie Fabry berichtete von Hilfsprojekten in Indien: „In Kalkutta unterstützen wir eine Schule zur Berufsausbildung und ein Projekt für Frauen, in dessen Rahmen sie ihre eigenen Produkte verkaufen können. In Daria, dem ärmsten Viertel Kalkuttas, helfen wir behinderten Kindern.“ Ein Engagement, das der Bankvorstandausdrücklich lobt: „Wir als VR-Bank unterstützen solche Projekte sehr gern und runden jetzt schon das Engagement der VR-Bank auf 5.000 Euro auf.“

Reise durch die Welt des Schlagers

Danach hatte Götz Alsmann die Bühne für sich. Nur mit seiner Ukulele, seiner Stimme und seinen Erläuterungen nahm er das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt des Schlagers von den Anfängen bis heute. „In Frankreich heißt das Genre Chanson, bei uns Schlager. Unser Schlager ist unser Chanson“, so Alsmann. Der Klavierauszug von Johann Strauss Sohn zu dem Lied „An der schönen blauen Donau“ sei als Schlager bezeichnet worden.

Jacques Offenbach schrieb die ersten Schlager. Das Lied über den unglücklichen Prinz Paul stammt aus Offenbachs Operette „Die Großherzogin von Gerolstein“. Alsmann sang und spielte es und amüsierte nicht nur mit einigen Anekdoten die Zuhörer, sondern auch mit seiner klang- und humorvollen Interpretation. Mit einer Geschichte aus seiner Jugendzeit, als sein Vater seine Schallplatten vom Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ bis zur Musik von Bill Haley hörte, erheiterte er ebenso: „Paul Abraham schrieb das Lied Mausi, süß warst du heute Nacht. Als ich meinen Vater fragte, was der Text meint, verwies mich mein Vater an meine Mutter.“

Publikum war begeistert

Alsmann erinnerte an Michael Jary, der rund 500 Hits geschrieben hat, an Bruno Balz, der viele Texte lieferte, und an die Sängerinnen Evelyn Künneke und Margot Hielscher. Seine Reise durch die Welt des Schlagers beendete er mit Hits von Eddie Constantine und mit nicht minder humorvoll präsentierten Zugaben. Auch das begeisterte das Publikum.