Studien

Mehr Grünflächen in die Städte

Grünflächen
Junge Menschen wünschen sich mehr Grün in ihrer Umgebung. Foto: Gunnar Ridderström/unplash

Urbane Grünflächen genießen eine hohe Wertschätzung in der Bevölkerung. Sie dienen als Erholungsraum, schaffen Ruhezonen und bieten ein Stück Natur mitten in der Stadt. Gerade in Krisenzeiten werden grüne Oasen immer wichtiger. Das zeigt auch eine aktuelle repräsentative Umfrage von Kantar. Diese hatte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) anlässlich des 51. Internationalen Jugendwettbewerbs „jugend creativ“ zum Thema „Bau dir deine Welt!“ in Auftrag gegeben hat.

Jugendliche wünschen sich mehr Grün

Auf die Frage, was ihnen bei der Umgestaltung einer Stadt am wichtigsten wäre, wünschen sich 96 Prozent der befragten 14- bis 20-Jährigen mehr Grünflächen in die Stadt zu bringen. 89 Prozent der Befragten würden die Stadt zudem fahrradfreundlicher machen.Kulturelle Einrichtungen wie Museen, Theater und Kinos würden 85 Prozent der Befragen fördern. Ebenso viele würden gern für flexible Gemeinschafträume zum Wohnen, Lernen und Arbeiten sorgen.

Wie zu erwarten war, belegt die Umfrage, dass sich die Coronakrise auf die Bedeutung von öffentlichen Grünflächen und Plätzen sowie kulturellen Einrichtungen auswirkt. Rund die Hälfte der Befragten glaubt, dass die Menschen Parks, Museen, Kinos und Restaurants nach der Pandemie häufiger besuchen werden als zuvor. Von einer gleichbleibenden Besuchsfrequenz gehen 39 Prozent aus und 14 Prozent meinen, öffentliche Plätze werden nach der Pandemie seltener aufgesucht als vorher.

Lieber aufs land

Gefragt nach dem Wunschwohnort gab rund ein Drittel der 14- bis 20-Jährigen an, in naher Zukunft gern in einer ländlichen Umgebung leben zu wollen. In kleineren Großstädten mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern möchten künftig 26 Prozent leben, in Kleinstädten 22 Prozent. Eine Großstadt mit mehr als 500.000 Einwohnern ist für jeden fünften Deutschen der favorisierte zukünftige Wohnort.

Gefragt wurde auch nach dem Lebensgefühl. Dass die Architektur von Häusern und Orten einen Großteil davon bestimmt, stimmten drei Viertel der Befragten zu. Jeder Fünfte (20 Prozent) ist von dieser These weniger überzeugt und nur vier Prozent können diese Einschätzung überhaupt nicht teilen.

Wettbewerb für Jugendliche

Mit dem Thema „Bau dir deine Welt!“ können sich Schülerinnen und Schüler der 1. bis 13. Klasse sowie Jugendliche bis 20 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen, beim aktuellen Jugendwettbewerb „jugend creativ“ in den Kategorien Bildgestaltung, Kurzfilm und Quiz auseinandersetzen. Die 51. Runde ist am 1. Oktober 2020 unter der Schirmherrschaft der Künstlerin Rosa Loy gestartet. Die Unterlagen zum Wettbewerb sind bei den teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken erhältlich. Dort können die Bilder und Quizscheine auch eingereicht werden. Kurzfilme werden online auf das Videoportal www.jugendcreativ-video.de hochgeladen. Der Teilnahmeschluss wurde aufgrund der Coronapandemie bis zum 10. März 2021 verlängert.