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Mit Fonds für das Alter vorsorgen

Viele Anleger trauen der Riester-Rente nicht. Quelle: Union Investment Anlegerbarometer

Immer mehr Anleger in Deutschland erkennen die Renditevorteile von Investmentfonds für ihre eigene Altersvorsorge. Knapp zwei Drittel der für das Anlegerbarometer der Union Investment Befragten (61 Prozent) gehen davon aus, dass sie bei gleichem finanziellen Einsatz mit Investmentfonds mehr Geld im Alter ausgezahlt bekommen als mit privaten Versicherungen (28 Prozent). Dabei scheint die Riester-Rente häufig nicht in Verbindung mit Fondslösungen gebracht zu werden, denn ein Großteil der Deutschen ist der Ansicht, dass sich die Riester-Rente nicht lohnt. Bedenken äußern die Befragten auch gegenüber der gesetzlichen Rente. Von ihr erwartet jeder Zweite, dass sie im Alter nicht ausreicht.

Aktien, aber keine Riester-Rente

Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen zeigen sich die Sparer zunehmend offen gegenüber chancenorientierten Anlageformen, da ihnen bewusst wird, welchen Beitrag sie zu ihrer privaten Altersvorsorge leisten. 44 Prozent der Befragten halten es derzeit für attraktiv, Aktien beziehungsweise Aktienfonds zu kaufen 42 Prozent haben sogar schon einmal in Erwägung gezogen, monatlich einen festen Betrag in Investmentfonds anzulegen. Obwohl die Anleger von den langfristigen Ertragsaussichten von Investmentfonds für die Altersvorsorge überzeugt sind, überträgt sich das nicht auf die Riester-Rente.

Offensichtlich ist vielen Befragten nicht klar, dass die Riester-Rente auch als Fondslösung angeboten wird. Denn die Sparer begründen ihre Zurückhaltung bei der staatlich geförderten Altersvorsorge am häufigsten damit, dass sich diese nicht lohnt (34 Prozent). Mangelndes Vertrauen ist für knapp ein Viertel der Anleger (19 Prozent) der Grund, keinen Riester-Sparplan abzuschließen. Nur 16 Prozent hingegen sehen keine Notwendigkeit darin.

Lebensstandard im Alter sichern

Zweifel äußern die Deutschen nach wie vor daran, ob sie mit der gesetzlichen Rente im Alter auskommen werden. Jeder zweite Befragte (50 Prozent) ist davon überzeugt, dass die gesetzliche Rente allein nicht reichen wird, um den aktuellen Lebensstandard im Alter halten zu können. Gut ein Viertel (26 Prozent) hat sogar Angst, im Alter nicht genügend Geld zur Verfügung zu haben. Entsprechend gefragt ist daher die private Altersvorsorge. Um den Lebensabend ohne finanzielle Engpässe genießen zu können, setzen die Anleger derzeit verstärkt auf eine zusätzliche Altersvorsorge. Die meisten Befragten fühlen sich damit auch wohl: Gut die Hälfte der Besitzer einer privaten Altersvorsorge (53 Prozent) gibt an, dadurch gut für das Alter abgesichert zu sein.

Lediglich acht Prozent haben ein schlechtes Gefühl und glauben, dadurch unzureichend abgesichert zu sein. „Die Ergebnisse der Befragung machen deutlich, dass die Menschen verunsichert sind, was ihre gesetzliche Rente angeht. Auf die private Altersvorsorge zu bauen ist genau der richtige Weg. Denn wenn sie zusätzlich vorsorgen – sowohl privat als auch staatlich gefördert – können sie ihren Lebensstandard im Alter halten“, sagt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment. Daher sei es wichtig, die Rahmenbedingungen anzupassen und die private Vorsorge so einfach wie möglich zu machen.