Genossenschaften Wirtschaft

VR-Banken setzen auf mobiles Bezahlen

Mobiles Bezahlen
Mobiles Bezahlen löst den Einsatz von Karten in der Zukunft ab. Foto: Jonas Leupe/unplash

Befragt nach den Trends in ihrer Branchen, sehen die Verantwortlichen in den Genossenschaftsbank nach einer Umfrage des Genossenschaftsverbands – Verband der Regionen das mobile Bezahlen klar vorn: 77 Prozent der Befragten messen dem Zahlen mit dem Smartphone einen hohen Stellenwert für die eigene Bank ein; im letzten Jahr waren es 66 Prozent. Das mobile Zahlen mit der Karte legt von 49 Prozent auf 57 Prozent zu. Einen Sprung nach vorne macht die Bewertung von Internetkonzernen wie Google oder Apple als Wettbewerber mit 64 Prozent nach 45 Prozent im Vorjahr.

Diese Ergebnisse zeigen nach Einschätzung von Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes, zweierlei: „Zum einen, dass die Volksbanken und Raiffeisenbanken moderne Antworten auf technologische Entwicklungen und den damit einhergehenden Wandel im Kundenverhalten geben. Und zum anderen, dass das Omni-Kanal-Modell mit digitalem, digital-persönlichem und persönlichem Banking über die verschiedensten Zugangswege im Wettbewerb mit rein digitalen Konkurrenten eine entscheidende Stärke darstellt.“ Der Erfolgsfaktor Nähe entspringe dem Wunsch des Kunden nach einem Gegenüber, dem er in Geldangelegenheiten vertraue. Deshalb sei der integrierte Ansatz der genossenschaftlichen Finanzgruppe der richtige Weg, um sich gegenüber den anonymen, rein digitalen Wettbewerbern erfolgreich am Markt zu behaupten.

Gestiegene Risikobereitschaft der Kunden

Dies zeigt sich gerade bei Themen wie der Altersvorsorge: 85 Prozent der Volksbanken und Raiffeisenbanken befürchten, dass sich ihre Kunden insgesamt nicht ausreichend vorsorgen. Mit Abstand beliebteste Vorsorgeprodukte sind nach Einschätzung der Banker fondsgebundene Anlagen. Diese liegen mit 96 Prozent Nennungen an der Spitze, gefolgt von Lebens- und Rentenversicherungen mit 74 Prozent. Klassische Bankprodukte wie Festgeld, Sparbuch oder Tagesgeld rangieren mit 50 Prozent auf Platz drei, gefolgt vom Bausparen mit 27 Prozent. „Diese Resultate unterstreichen die Verantwortung wie auch Chance, die Kunden mit der genossenschaftlichen Beratung zu sensibilisieren,“ kommentiert Barkey. „Sinnvoll ist ein Anlage-Mix mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Ertragschancen und Risiken, entsprechend der individuellen Präferenzen der Kunden.“ 47 Prozent der Teilnehmer gehen infolge der anhaltenden Niedrigzinsphase inzwischen von einer gestiegenen Risikobereitschaft der Kunden aus. Im Vorjahr betrug dieser Wert lediglich 15 Prozent.