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Sparda-Banken vor Warnstreiks

Kunden von etlichen Sparda-Banken in Deutschland müssen in dieser Woche mit streikbedingten Einschränkungen rechnen. Die Gewerkschaft hat die Beschäftigten von vier der elf genossenschaftlichen Institute zum Warnstreik aufgerufen, um in der laufenden Tarifrunde den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

Der Ausstand soll an diesem Dienstag (6.7.) bei den Sparda-Banken Hannover und Baden-Württemberg beginnen, am Mittwoch (7.7.) sind Aktionen bei der Sparda-Bank Hamburg geplant und am Donnerstag (8.7.) bei der Sparda-Bank Südwest mit Sitz in Mainz. Nach Angaben von Verdi handelt es sich um die ersten Bankenmitarbeiter, die seit dem Beginn der Corona-Krise in den Streik ziehen.

Gestreikt werde in den Filialen und im Homeoffice, kündigte Verdi am Montag an: „Dann bleiben die Schalter zu und die Laptops und Smartphones ausgeschaltet“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Kevin Voss. „Wir haben bei den bisherigen Verhandlungsrunden nur Zeit verloren und null Angebote der Arbeitgeberseite erhalten. Wir sehen an dieser Stelle kein anderes Mittel als Warnstreiks, um die Arbeitgeberseite zu bewegen.“

Gewerkschaft fordert 3,5 Prozent mehr Geld

Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit etwa 5600 Beschäftigten 3,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 120 Euro. Die Beschäftigten sollen zwischen mehr Gehalt oder mehr Freizeit wählen dürfen und vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt werden. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 14. Juli in Frankfurt terminiert.

Nach einigen Fusionen gibt es heute in Deutschland noch elf wirtschaftlich und rechtlich eigenständige Sparda-Banken. Zuletzt war ein Zusammengang der Sparda-Banken Hannover und Berlin geplant. Diese Fusion platzte jedoch vor gut einem Jahr. (dpa)