Genossenschaften Regional

Transformation im ländlichen Raum

Transformation
Ländliche Räume befinden sich im Umbruch. Foto: Pixabay

Die Universität Vechta hat sich in ihrem Hochschulentwicklungsplan zum Ziel gesetzt, die Transformation ländlicher Räumen wissenschaftlich zu begleiten. Es gilt dabei, für die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen in ländlichen Räumen gemeinsam mit Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft praxisorientierte Lösungen zu entwickeln, die dazu beitragen können, die Zukunftsfähigkeit der Region zu sichern. Neben einer starken Kunststoff- und Torfbranche betrifft dies insbesondere die Agrar-und Ernährungswirtschaft und somit auch die im nordwestlichen Niedersachsen verankerten Genossenschaftsbanken und die Raiffeisen-Warengenossenschaften.

Stiftungsprofessur fördert Wissenstransfer

Die Universität Vechta beabsichtigt das Forschungscluster „Transformationswissenschaften in ländlichen Räumen“ auszubauen, das mit vier neuen Professuren bereits an der Universität bestehende Kompetenzen vervollständigt. Die neuen Professuren sollen nicht nur entsprechende Forschungsaufgaben übernehmen, sondern auch in innovativen Studiengängen eingesetzt werden und wesentlich zum Wissenstransfer in der Region beitragen. In Anbetracht begrenzter eigener Ressourcen hat sich die Universität Vechta an verschiedene Akteure der Region gewandt, um diese Professuren einzuwerben. Sie ist dabei auf sehr großes Engagement in Wirtschaft und Verwaltung gestoßen.

„Nach erfolgreichen Gesprächen mit dem Präsidenten der Universität Vechta, Prof. Dr. Burghart Schmidt, konnten wir jetzt die Weichen dafür stellen, dass die Genossenschaftsbanken zusammen mit der Agravis Raiffeisen AG und weiteren Raiffeisen-Warengenossenschaften die Finanzierung einer Stiftungsprofessur übernehmen“, berichtet Harald Lesch, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems (AGVR). Universitätspräsident Burghart Schmidt würdigte die Bereitschaft der Genossenschaften, sich mit 500.000 Euro an dem Forschungsprojekt zu beteiligen, als klares Bekentnis zum ländlichen Raum.