Finanzen Sparen & Anlegen

Verluste: die größten Kapitalvernichter

Verluste
Nicht jede Aktie beschert den Anlegern Freude. Foto: Shutterstock.

Mit den Aktien einiger Unternehmen haben Anleger regelrecht Geld verbrannt oderzumindest schmerzliche Verluste erlitten. Zu den größten Kapitalvernichtern über ein, drei und fünf Jahre zählt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) das Biotech-Unternehmen Epigenomics, den Finanzdienstleister Ferratum und den Autozulieferer Leoni. Auf den weiteren Plätzen folgen auch Dax-Konzerne wie Bayer, Fresenius und – mit zuletzt starken Kursgewinnen – die Deutsche Bank. Größe allein sei kein Schutz vor dem Niedergang an der Börse, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler.

Pharma und Konzerne

Auf Platz 1 der Liste mit den größten Verlusten landete Epigenomics. Das Unternehmen entwickelt Technologien zur Krebserkennung. Dessen Aktienkurs büßte alleine im vergangenen Jahr gut 70 Prozent ein. Anteile der Gesellschaft Ferratum, deren Geschäftsmodell vor allem auf der Vergabe von Kleinkrediten beruht, verloren 2020 mehr als 46 Prozent. Leoni bescherte Aktionären Verluste von fast 36 Prozent.

Aus dem Dax landete der Pharma- und Chemiekonzern Bayer auf Platz 23. Den Aktionären bescherte der Konzern inklusive Dividenden Verluste von fast 31 Prozent binnen eines Jahres. „Hier zeigt sich dramatisch ein Mix aus den Folgen der Monsanto-Übernahme und der Corona-Pandemie“, sagte Tüngler. Auf Rang 37 folgt der Gesundheitskonzern Fresenius (minus 23 Prozent), der mit den Folgen der Pandemie und Gewinnwarnungen kämpft. Auch Dax-Absteiger wie Thyssenkrupp, die Commerzbank und Lufthansa tauchen auf der Liste auf.

Kritik an Online-Hauptversammlungen

Erneut äußerten die Anlegerschützer Kritik an den Online-Hauptversammlungen in Zeiten der Pandemie. Vor allem sehen sie dort Aktionärsrechte und Interaktionsmöglichkeiten eingeschränkt. Es gebe „die spürbaren Bestrebungen von Teilen der Wirtschaft, die virtuelle Hauptversammlung in der aktuellen, aktionärsunfreundlichen Form über das Ende der Pandemie hinaus beizubehalten“, befürchtet die stellvertretende DSW-Hauptgeschäftsführerin Jella Benner-Heinacher.