Regional VR-Bank

VR-Bank Westmünsterland bestens aufgestellt

Präsentierten beim Jahrespressegespräch ein sehr gutes Ergebnis: Die Vorstände der VR-Bank Westmünsterland Matthias Entrup, Dr. Wolfgang Baecker und Berthold te Vrügt (v.l.n.r.).

„Erfolgreich zu wirtschaften ist für Kreditinstitute im aktuellen Marktumfeld nicht einfach. Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass wir unseren nachhaltigen Wachstumskurs fortsetzen und ein gutes Ergebnis erzielen konnten“, sagte Dr. Wolfgang Baecker beim Jahrespressegespräch der VR-Bank Westmünsterland im „VR sieben.neun“ auf dem d.velop-Campus in Gescher in einem neuen Bürogebäude, das die VR-Bank erstellt hat. Der Bankvorstand blickte gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Matthias Entrup und Berthold te Vrügt sichtlich zufrieden zurück auf ein wieder „intensives und sehr erfolgreiches“ Geschäftsjahr 2019.

Im schwierigen Umfeld behauptet

„Wir haben es in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft, uns trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie EZB-Negativzinspolitik, immer weiter zunehmender staatlicher und aufsichtlicher Vorgaben und Markteingriffe sowie globaler Unsicherheiten am Markt zu behaupten“, weist Baecker stolz auf die Ergebnisse der Vorjahre hin.

Geschäftsvolumen steigt auf Rekordniveau

„Stabil in der Ausrichtung und stark im Ertrag! Seit 2015 konnten wir regelmäßig einen Gewinn über 20 Millionen Euro erwirtschaften. Und das für uns wichtige Kundengeschäftsvolumen, das neben den bilanzwirksamen Kundengeldern auch das Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft beinhaltet, konnten wir fortlaufend steigern – 2019 sogar deutlich um 470 Millionen Euro oder 9,2 Prozent auf ein Rekordniveau von 5,6 Milliarden Euro“, macht Baecker deutlich.

2019 hat die Bank für Mitglieder und Kunden über 2,7 Milliarden Euro an Krediten und 2,9 Milliarden Euro an Geldanlagen betreut. „Diese Zahlen unterstreichen nachhaltig unser genossenschaftliches Geschäftsmodell: Die uns anvertrauten Gelder werden wieder in der Region investiert – für Investitionen in Unternehmen oder beim Privatkunden“, ergänzt Vorstandsmitglied Matthias Entrup.

Maßgeschneiderte individuelle Finanzierung

„Unsere Kunden investieren kräftig – ein gutes Zeichen“, freut sich Entrup über die intensive Nutzung des Kreditpotenzials. So konnte die VR-Bank im Kreditgeschäft wieder hohe Zuwächse verzeichnen. Treiber des Kreditwachstums war die starke Nachfrage nach der Finanzierung von Immobilienprojekten und Wohnbaufinanzierungen. „Maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat auch unsere Kompetenz, gemeinsam mit den Unternehmen maßgeschneiderte individuelle Finanzierungskonzepte zu erarbeiten und umzusetzen.“ Die Anzahl komplexer beratungsintensiver Finanzierungen nähmen zu: „Das kann nicht jeder!“, so Entrup.

Im Ergebnis wuchsen die Kredite an die regionale Wirtschaft und an die Privatkunden in der Bilanz um 7,6 Prozent. Die VR-Bank hat gemeinsam mit ihren Verbundpartnern am Bilanzstichtag 2,66 Milliarden Euro an Krediten vergeben. „Unsere Position als Marktführer und strategischer Partner im Geschäft mit den regionalen Unternehmern, Mittelständlern, Handwerkern und Landwirten konnten wir somit erneut ausbauen“, ergänzt Vorstandsvorsitzender Dr. Baecker.

Starkes Wachstum bei Geldanlagen der Kunden

Besonders kräftig stiegen bei der VR-Bank die Geldanlagen der Kunden, und zwar um 11,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. „Ein Grund dafür war auch die äußerst positive Entwicklung der Aktienmärkte“, zeigt Bankvorstand Berthold te Vrügt auf. „Die Kundenbestände in Wertpapieren und Fonds wuchsen um fast 120 Millionen Euro auf nunmehr rund 810 Millionen Euro.“ Vor allem aber berate die VR-Bank ihre Kunden konsequent in diese Richtung, weil die Kunden so dem ‚treuen Begleiter EZB-Minuszins‘ entgehen können. „Es zahlt sich für unsere Mitglieder und Kunden aus, dass wir hier seit vielen Jahren eine große Beratungskompetenz aufgebaut haben, während sich Mitbewerber aufgrund der immens gestiegenen regulatorischen Anforderungen zurückgezogen haben!“ Besonders gefragt waren Investmentfonds.

„Unsere Mitglieder und Kunden schätzen die Vorzüge einer regionalen Genossenschaftsbank. Gerade in unsicheren Zeiten suchen die Menschen vertraute und verlässliche Ansprechpartner statt digitaler Anonymität. Viele Neukunden finden gerade deshalb den Weg zu uns. Sie wünschen eine langfristige Geschäftsverbindung, besonders auf Basis einer Mitgliedschaft“, stellt Baecker erfreut fest. In dieses Bild passe auch, dass die Genossenschaft über 1.300 neue Mitglieder gewinnen konnte und sich die Gesamtzahl nunmehr auf über 47.600 Bank-Eigentümer gesteigert habe. „Dieser tolle Erfolg ist natürlich nur dank des Engagements unserer 358 qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 29 Auszubildende, möglich gewesen“, zollt Baecker seinem Team ein großes Lob.

Gewinn fließt in Dividende, Region und Eigenkapital

„Nachhaltiger Erfolg“, so Dr. Baecker, „ist nur erzielbar, wenn der heutige Gewinn sofort wieder in das Morgen, in die Zukunft investiert wird – so wie wir es in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich durchgeführt haben.“ So wird der Gewinn in Höhe von über 21 Millionen Euro wieder in Dividende, Region und Eigenkapital investiert. „Unser Geschäftsmodell trägt sich auch im aktuellen Zinsumfeld, davon sollen natürlich auch die Mitglieder partizipieren, denen eine stabile Dividende von insgesamt 5,5 Prozent ausgezahlt werden soll. Dieser Betrag fließt ebenso in die Region wie über 5,0 Millionen Euro an Steuerzahlungen, auf die sich auch die kommunalen Kämmerer freuen dürfen.“ Vorstandskollege Berthold te Vrügt ergänzt: „Unser Eigenkapital – und damit unser Potenzial für die Kreditvergabe – wird erneut deutlich gestärkt. Allein den Rücklagen werden über 11 Millionen Euro zugeführt.“

Der Vorstandsvorsitzende sieht die Genossenschaftsbank auf gutem Kurs. „Wir werden den Kurs halten und 2020 weiter investieren. Auch wenn das Zinsumfeld die Ergebnisbäume künftig nicht in den Himmel wachsen lassen wird, werden wir stark bleiben.“ Als Investitionsbeispiele nennt er die Filialen, „die DNA unserer Bank. Wir werden unser innovatives Filialkonzept aus Beratung und Service im Zusammenspiel mit den integrierten Online-Angeboten weiter ausbauen, in 2020 unter anderem in Holtwick.“

Klimawandel und Digitalisierung als Herausforderung

Die heimische Wirtschaftsregion sehen die Bänker gut aufgestellt, aber auch vor großen Weichenstellungen. „Neben der digitalen Transformation stellen sich die Unternehmen immer mehr auch weiteren Anforderungen, etwa im Zuge des Klimawandels. Die Innovationsfähigkeit der Unternehmen ist hoch, da machen wir uns keine Sorgen. Und bezüglich der entsprechenden Finanzierungsbedarfe gilt: Als regionaler Finanzpartner werden wir da sein“, bekannten sich die drei Vorstände klar zur regionalen Wirtschaft.