Regional VR-Bank

VR-KreativForum blickt ins Jahr 2030

Reger Austausch: In einer offenen Debatte tauschten sich die Mitarbeiter mit Vorstand Berthold te Vrügt (rechts unten auf dem Podium) über Visionen für das Jahr 2030 aus.

Wie werden wir 2030 leben, arbeiten, einkaufen? Wie werden wir uns fortbewegen und unsere Freizeit verbringen? Mit diesen zentralen Lebensbereichen beschäftigten sich die 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gesamten VR-Bank-Gruppe beim VR-KreativForum im KompetenzCentrum in Borken. Sie setzten damit die kreative Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen fort, die mit dem VR-DigiForum 2018 begonnen hatte.

Zukunft der Bank gemeinsam gestalten

Dort zu sein, wo der Kunde ist, ist für VR-Bank Mitarbeiterin Lena Nelke ein entscheidender Schritt in diese Richtung. Sie hat das VR-KreativForum gemeinsam mit ihren Kolleginnen Marion Große Sunderhaus und Sophia Gröting vorbereitet und erläutert die DNA des Konzepts: „Es geht darum, die Zukunft der VR-Bank Westmünsterland als Genossenschaftsbank gemeinsam zu gestalten und am Bedarf der Kunden auszurichten. Wir wollen am Puls der Zeit bleiben und wissen, was in der Region und im Umfeld der Bank passiert. Nur wenn wir uns vorstellen können, wie Kunden und Mitglieder in Zukunft leben werden, kann die VR-Bank ihr strategisches Profil dahingehend anpassen.“

Die Herausforderungen sind groß: Künstliche Intelligenz, Big Data, Ökologie, Wirtschaft und soziale Fragen verlangen nach Antworten. Für die Bank, so Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Baecker, ergibt sich daraus die Frage, welche Anforderungen die Kunden künftig an sie richten werden. Und: Wie stellen wir uns darauf ein? Diese Frage bildete den Auftakt für einen ergebnisreichen Nachmittag.

„Am Puls der Zeit“ mit 17 Infoständen

Beim VR-KreativForum wurden an 17 Informationsständen aktuelle und zukünftige Innovationen, die in der VR-Bank entwickelt oder aus dem Bankumfeld resultieren, präsentiert. Beispielsweise demonstrierte Bereichsdirektor Dr. Christoph von Stillfried das digitale Sparschwein „My-Piggy“, in das man nicht nur Münzen und Scheine einwerfen kann.

Gemeinsam mit der App „My Money“ lassen sich auch Wünsche und Sparziele verwalten. So ist MyPiggy ein exzellentes Beispiel für das „Internet der Dinge“. Moderne Kundenansprache zeigt die Bank mit „VR-Finance Fiction“: Mit einer Virtual-Reality-Brille erleben die Kunden damit ein innovatives, spielerisches Beratungserlebnis.

VR-Bank Mitarbeiter steigen in die Zeitkapsel

Die Kreativworkshops bildeten mit insgesamt 14 Kleingruppen das Herzstück des VR-KreativForums. Hier diskutierten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VR-Bank-Gruppe über ihre Vorstellungen vom Leben im Jahr 2030 in den Lebensbereichen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit und Mobilität. Die Workshops wurden mittels unterschiedlicher Kreativtechniken durchgeführt, sodass die Mitarbeiter sich nicht nur mit Zukunftsvisionen beschäftigen, sondern gleichzeitig neue kreative Arbeitsmethoden der Zusammenarbeit kennengelernt und angewandt haben.

Viel Fantasie und Kreativität

So wurde beispielsweise mit der Methode „Lego Serious Play“ die Zukunftswelt spielerisch mit Legosteinen modelliert. Bei der Diskussion zu Zukunftsthemen entwickelten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel Fantasie und Kreativität. Deutlich wurde, dass bei den Vorstellungen über den Einsatz neuer, digitaler Technologien die positiven Veränderungen und Chancen klar im Vordergrund stehen.

FishBowl setzt „Bank im Jahr 2030“ in den Fokus

In einer abschließenden „Fishbowl“-Debatte wurden die Erkenntnisse und Ideen aus den Workshops und Infoständen aufgegriffen. In dieser Diskussionsform wechseln die Podiumteilnehmer im Lauf der Aussprache ständig, sodass auch andere Teilnehmer aus dem Publikum Gelegenheit zur Wortmeldung haben.

Diskutiert wurde, welche Auswirkungen die gesammelten Ergebnisse des VR-KreativForums auf die VR-Bank in 2030 haben werden und wie sich die Bank darauf vorbereiten kann. Beispielsweise würden Wohn- und Arbeitsräume, Freizeitgegenstände und Dienstleistungen gemeinsam genutzt werden können.

Güter gemeinsam nutzen

„Teilen wird ökonomisch und ökologisch notwendig sein“, formulierte ein Mitarbeiter treffend. Mieten statt kaufen, die intelligente Umverteilung von Dingen, die der eine hat und der andere braucht, gemeinsame Gärten, Luxusgüter, Wohnraum – „das Teilen und Wiederverwerten sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen wird wichtiger werden“.

Zukünftige Wohnformen wie etwa Mehrgenerationenhäuser mit Gemeinschaftsflächen für die Selbstversorgung könnten für die Bank Zukunftshemen sein, bei deren Entwicklung sie sich schon frühzeitig einbringen sollte. Solche Projekte nicht nur für mehrere Generationen zu entwickeln, sondern auch familienübergreifend zu finanzieren, hielt auch Bankvorstand Berthold te Vrügt für eine bestechende Idee und einen wichtigen Auftrag.

Ergebnisse des VR-KreativForums diskutieren

Die vielen Ergebnisse und Erkenntnisse des VR-KreativForums werden in die Zukunfts- und Strategieüberlegungen der Bank und in den Austausch mit dem Aufsichtsrat und Kundenbeirat mit einfließen.

Auch wenn angesichts der aktuellen politischen Debatten der Blick in die Zukunft nicht immer optimistisch ausfällt – bange machen gilt bei den Münsterländischen Bankern nicht. Vorstand Matthias Entrup ist sicher: „Die Zukunft wird besser – smarter, einfacher, gesünder, nachhaltiger.“ Die VR-Bank werde sich konstant weiterentwickeln, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu sein. So lautet das aktuelle Motto der VR-Bank auch „Vorwärts in die Zukunft“.