Regional VR-Bank

Weiter auf Wachstumskurs

Der Vorstand der VR-Bank Westmünsterland mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Baecker (l.) und der Aufsichtsrat berichteten über das Geschäftsjahr 2018.

Borken-Burlo. „Wir sind weiter auf Wachstumskurs und hochzufrieden mit dem überdurchschnittlichen Ergebnis des letzten Jahres“, freute sich Dr. Wolfgang Baecker, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland, auf der Vertreterversammlung der Bank im Forum Mariengarden in Borken-Burlo. Aus dem gesamten Westmünsterland kamen am 29. April die Vertreter der über 47.000 VR-Bank-Mitglieder zusammen, um sich von Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat ihrer Bank über das Geschäftsjahr 2018 informieren zu lassen und zukunftsweisende Beschlüsse zu treffen.

Geschäftsvolumen erstmals über fünf Milliarden Euro

Der Versammlungsleiter Michael Sonnenschein, Aufsichtsratsvorsitzender der VR-Bank, konnte darüber hinaus auch zahlreiche Gäste aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe begrüßen. „Das Kundengeschäftsvolumen liegt erstmals über fünf Milliarden Euro, es ist im Jahr 2018 um 2,8 Prozent angestiegen“, freute sich der Vorstandsvorsitzende Dr. Baecker. „Das Wertvolle an unseren starken Zahlen ist, dass sie nicht vom Himmel fallen, sondern konsequent und langfristig erarbeitet worden sind.“

Mit 612 Millionen Euro neu ausgelegter Kredite wurde der Rekordwert des Vorjahres fast wieder erreicht. Gemeinsam mit den Verbundpartnern hat die VR-Bank 2,48 Milliarden Euro an Krediten vergeben. Die betreuten Kundengelder belaufen sich auf 2,64 Milliarden Euro; dabei hätten die Mitglieder und Kunden allein 2018 fast 50 Prozent mehr in Wertpapiere und Fonds investiert. Darüber hinaus haben sich über 1.400 neue Mitglieder bei der Genossenschaft eingebracht. „Das sind äußerst positive Aspekte, eine großartige Ausgangslage für die Zukunft“, freut sich der Bankchef.

Umzug der Filialen in Velen und Holtwick

Das Motto für „2019 Vorwärts in die Zukunft“, so Baecker, zeige sich beispielsweise in den anstehenden Umzügen der Filialen in Velen und Holtwick in neue Räumlichkeiten. „Die Antwort auf die Digitalisierung ist für uns nicht der Rückzug aus der Fläche. Wir bleiben als Bank vor Ort und verbinden persönlich und digital miteinander.“ Es werde auch weiter in die Digitalisierung investiert: Man werde den digitalen Wandel aktiv mitgestalten – entscheidend dafür seien die Wünsche und der Bedarf der Kunden, so Baecker.

Im Anschluss informierten die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Beirat der Versammlung über ihre Arbeit im Jahr 2018. Der Beiratsvorsitzende Ludger Berghaus hob dabei die halbjährlich stattfindenden „Themen-Werkstätten“ hervor, in denen sich der Beirat gemeinsam mit Vorstand, Vertretern des Aufsichtsrats und Bankmitarbeitern austauscht: „Diese Art der Mitwirkungsmöglichkeit und der direkten Einflussnahme auf die Bankangebote ist sicher außergewöhnlich. In unseren Workshops arbeiten wir konkret daran, die Kundenanforderungen passgenau in künftige Bankangebote einfließen zu lassen. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, welche Angebote den Kunden wirklich helfen und in welcher Form die VR-

Dividende in Höhe von 5,5 Prozent

Die Vertreterversammlung stimmte über den Jahresabschluss und die Verwendung des Jahresüberschusses ab. Die Rücklagen werden mit 11,1 Millionen Euro erneut überdurchschnittlich dotiert, um mittels der weiterhin hervorragenden Eigenkapitalausstattung dem Westmünsterland auch künftig als starker, verlässlicher Kreditgeber zur Verfügung zu stehen. Vom Gewinn in Höhe von knapp 21 Millionen Euro erhalten die 47.255 Mitglieder eine Dividende von 5,5 Prozent.

Ursula Jung und Erich Kerkeling verabschiedet

Aus dem Aufsichtsrat schieden turnusmäßig Anja Meuter (Gescher), Udo Damhus (Rosendahl-Holtwick) und Dr. Jürgen Wigger (Borken) aus. Sie stellten sich der Wiederwahl und wurden in ihrem Amt bestätigt. Feierlich verabschiedet wurden von der Vertreterversammlung Ursula Jung (Borken) und Erich Kerkeling (Coesfeld). Sie schieden aufgrund des Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat aus und beenden damit ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für die VR-Bank. Jung (seit 1993) und Kerkeling (seit 1991) gehörten beide dem Gremium über 25 Jahre an und waren in dieser Zeit in verschiedenen Ausschüssen für das Aufsichtsorgan der VR-Bank engagiert.

So war Frau Jung vor der Fusion mit der Volksbank Coesfeld Aufsichtsratsvorsitzende der Borkener Volksbank und anschließend Vorsitzende des Kreditausschusses der Bank. „In dieser langen Zeit haben die beiden nachhaltig die Interessen der Mitglieder der VR-Bank im Aufsichtsrat vertreten. Durch ihre vielfältigen und weitreichenden Kontakte kannten Sie die Wünsche und Bedürfnisse unserer Mitglieder und Kunden, die sie als Anregungen in unseren Aufsichtsrat eingebracht haben“, so Baecker.

„An Weichenstellungen mitgewirkt“

„Beide haben während ihrer Amtszeit mit Leidenschaft und von ganzem Herzen als Genossenschaftler an wichtigen Weichenstellungen für die VR-Bank Westmünsterland maßgeblich aktiv mitgewirkt“, so Baecker. Besonders hob Baecker dabei ihre Mitwirkung an den unternehmerischen Entscheidungen zur Fusion der Borkener Volksbank und der Volksbank Coesfeld zur heutigen VR-Bank Westmünsterland eG im Jahre 2005, aber auch schon an den verschiedenen Fusionen der Vorgängerinstitute in den 1990er Jahren, hervor.