Regional Unternehmen VR-Bank

Weiter auf Wachstumskurs

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Das neue Baufachzentrum in Borken, hier im Modell, bietet mehr Platz und Komfort für Kunden und Mitarbeiter.

Wer heute einen Handwerker bestellt, muss mitunter Wochen oder Monate warten. Bei Baufirmen sind die Wartezeiten noch viel länger. Die Baukonjunktur läuft so gut wie lange nicht mehr. Entsprechend gefragt sind auch Holz- und Baustoffe. Für das Baufachzentrum Lueb+Wolters in Borken ist das aber nichts Neues: „Wir haben eine starke Auslastung und das seit Jahren“, sagt Johannes Baier, Geschäftsführer von Lueb+Wolters. Das Baufachzentrum beliefert Unternehmen in der Region: „Unsere Stärke ist es, als Vollsortimenter alles anzubieten, was Handwerk und Baufirmen für die tägliche Arbeit brauchen“, erklärt Baier.

Verkehrsgünstige Lage

Entscheidend für die Wahl des neuen Standorts war die verkehrsgünstige Lage direkt an der Kreisstraße. Das ist wichtig für Kunden, die Waren direkt abholen, aber auch für das Baufachzentrum selbst, das mit neun Lastkraftwagen Kunden im Münsterland beliefert. „Die Logistik ist eine der zentralen Aufgaben. Wir liefern alles – angefangen von Schrauben bis hin zu dreizehn Meter langen Holzbalken. Da müssen wir möglichst schnell und flexibel unterwegs sein“, erklärt Geschäftsführer Baier.

Fehlende Expansionsfläche

Eine Erfolgsgeschichte seit 120 Jahren. Der Familienbetrieb ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen. Das ist aber Fluch und Segen zugleich. Denn das florierende Unternehmen stößt an seinem jetzigen Standort an der Gelsenkirchener Straße in Borken, wo es seit 1972 ansässig ist, an Grenzen. „Hier können wir nicht mehr expandieren. Wir haben keine weiteren Büroflächen für unsere Mitarbeiter, die Lager- und Ausstellungsflächen sind viel zu klein“, erklärt Baier. Schon seit fünf Jahren beschäftigt sich daher der Geschäftsführer des Familienunternehmens mit dem Neubau. Solide, langfristig und nachhaltig zu planen ist für das Baufachzentrum elementar. Anfang des nächsten Jahres ist es dann soweit: Lueb+Wolters wird dann auf das neue Areal an der Landwehr in Borken umziehen. Dort haben die 124 Mitarbeiter mehr Platz, die Flächen für Ausstellungen und Lager sind deutlich größer.

Mit dem neuen Standort tritt das Unternehmen in neue Dimensionen. „Damit schaffen wir die Basis, dass wir wieder kräftig wachsen und unser Geschäftsvolumen in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln können“, betont Baier. Die Gebäude finanziert das Unternehmen durch ein Kreditkonsortium unter Führung der VR-Bank Westmünsterland, der Hausbank von Lueb+Wolters. „Wir verstehen unsere Aufgabe darin, erfolgreiche mittelständische Unternehmen in der Region zu unterstützen, um Wachstum und Arbeitsplätze zu sichern. Das entspricht unserem genossenschaftlichen Auftrag“, sagt Matthias Entrup, der im Vorstand der VR-Bank Westmünsterland für das Firmenkundengeschäft zuständig ist. Außerdem unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen die Finanzierung mit einer Bürgschaft, was sich positiv auf die Bedingungen auswirkt. „Die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner ist ein Beispiel für eine gelungene Finanzierung im Mittelstand“, sagt Entrup.

Digitalisierung bietet Vorteile

Die größeren Ausstellungsflächen bieten nun mehr Platz, um Türen oder Fußböden und die ganze Welt der Baustoffe zu präsentieren. Auf einer neuen Fläche im Freien können Kunden Mustergestaltungen für Gärten begutachten. Die Zu- und Abfahrten von Kunden und Lieferanten werden getrennt und optimiert. Am neuen Standort wird zudem die Warenausgabe komplett digital gesteuert. „Das fängt bei den Bestellungen an, die wir digital erfassen und verarbeiten. Wenn der Kunde dann seine Waren abholen will, liegen sie schon bereit. Alle sparen Zeit“, erklärt Baier. Die Digitalisierung bietet auch für ein Baufachzentrum die Chance, Prozesse zu vereinfachen und Kunden maßgeschneidert zu bedienen. Der neue Standort macht somit nicht nur neues Wachstum möglich, er bietet auch mehr Service für Kunden und Lieferanten.

Mit dem neuen Standort will das Team um Baier auch seine Produktpalette erweitern, um noch mehr Auswahl zu bieten. In Arbeit ist bereits eine neue Plattform, auf der Unternehmen Waren digital bestellen können. Das Einzugsgebiet bleibt zunächst unverändert: So wird das Unternehmen auch in Zukunft direkt an Kunden in einem Zielgebiet von 100 Kilometern um Borken ausliefern: „Wenn wir längere Wege fahren müssten, wäre die Logistik bei unseren Sortimenten nicht mehr wirtschaftlich“, betont Baier.

Kontinuität und Innovation

Kontinuität und Innovation zu verbinden ist das Erfolgsgeheimnis von Lueb+Wolters. Auch beim neuen Baufachzentrum fließt jede Menge Erfahrung und Know-how ein. So wurde die gesamte Anlage mit einer digitalen Software, dem Building Information Modeling (BIM), konzipiert. Dabei wird der Neubau digital in einem dreidimensionalen Modell entwickelt. Die Planer können sich dabei in einem virtuellen Modell bewegen, einen Einkauf oder die Anfahrt simulieren. Der Vorteil: Fehler bei der Planung zeigen sich bereits im Vorfeld. Vom Resultat können sich die Kunden ab Anfang 2020 überzeugen.

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